Symbolbild zu den neuen Stromtarifen Schweizer Energieversorger mit Stromnetz und Energieversorgung
Erste Schweizer Energieversorger legen ihre neuen Stromtarife fest. Die Entwicklung reicht von sinkenden Preisen bis zu deutlichen Erhöhungen. zvg
Tarife & Abgaben 9. August 2026 · Akt. 12. August 2026 · 14 Min Lesezeit

Stromtarife 2027 Erste Versorger legen neue Preise fest

Erste Schweizer Energieversorger konkretisieren ihre neuen Stromtarife. Die Entwicklung reicht von Preissenkungen bis zu deutlichen Erhöhungen.

Die Vorbereitungen für die Stromtarife des kommenden Jahres werden konkreter. Während die Gemeindewerke Villmergen und das Elektrizitätswerk Andelfingen sinkende Preise ankündigen, müssen Kundinnen und Kunden in Fällanden trotz tieferer Beschaffungskosten mit höheren Tarifen rechnen. Dintikon hat seine neuen Tarifblätter bereits veröffentlicht.

Übergeordnet bestätigt sich damit die Tendenz aus der Strompreisumfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE). Bei den Unternehmen, die bereits konkrete Angaben machen konnten, gehen die Grundversorgungstarife im Median zurück. Wie stark diese Entlastung bei den einzelnen Versorgern ausfällt, hängt jedoch nicht nur von den Energiepreisen, sondern auch von Netzkosten, früheren Unterdeckungen und der jeweiligen Tarifstruktur ab.

Newsticker Stromtarife 2027

12. August 2026 – BKW: Die BKW senkt den Gesamtpreis für einen typischen H4-Haushalt mit 4’500 kWh Jahresverbrauch um 7,6 Prozent. Das entspricht einer Entlastung von rund 95 Franken pro Jahr. Der Energietarif sinkt um rund 29 Prozent. Gleichzeitig steigen Netznutzungs- und Messtarife. Neu lanciert die BKW den freiwilligen dynamischen Netznutzungstarif «Sonne scheint». Mehr zu BKW

11. August 2026 – Elektrizitätswerk Obwalden: Das EWO senkt die Strompreise 2027 durchschnittlich um 2,1 Prozent. Die Netznutzungspreise gehen durchschnittlich um 4,54 Prozent zurück. Ein H4-Haushalt mit 4’500 kWh Jahresverbrauch spart rund 25 Franken pro Jahr. Mehr zum EWO

11. August 2026 – Thal SG: Die Technischen Betriebe Thal reduzieren die Netznutzungstarife durchschnittlich um 8,5 Prozent und die Energietarife um 7,1 Prozent. Ein Haushalt mit 4’500 kWh Jahresverbrauch spart rund 96 Franken pro Jahr. Gleichzeitig führt Thal einen Einheitstarif für die Netznutzung und saisonale Energietarife ein. Mehr zu Thal

Bürglen TG – EW Ost: Der Strompreis steigt 2027 moderat um 0,3 Rp./kWh auf 30,86 Rp./kWh inklusive Mehrwertsteuer und exklusive Grundgebühren. Tiefere Swissgrid-Abgaben und der tiefere WACC wirken preissenkend, höhere Kosten für Herkunftsnachweise dagegen preiserhöhend. Mehr zu Bürglen

7. August 2026 – Elektrizitätsversorgung Dintikon: Die Stromtarife 2027 sind bereits veröffentlicht. Online stehen Tarifblätter für Haushalte, Hochspannungsbezüger, Niederspannungs-Grossbezüger und temporäre Anschlüsse sowie die Einspeisevergütung 2027 zur Verfügung. Mehr zu Dintikon

31. Juli 2026 – Elektrizitätswerk Andelfingen: Der Gemeinderat hat die Stromtarife 2027 beschlossen. Gegenüber 2026 werden die Stromtarife insgesamt sinken. Konkrete Angaben zur Höhe der Reduktion enthält die Publikation nicht. Mehr zu Andelfingen

Fällanden – Elektrizitätswerk Fällanden: Trotz sinkender Beschaffungskosten steigen die Strompreise 2027 je nach Kundengruppe um 9,9 bis 13,6 Prozent. Hauptgrund sind abzubauende Unterdeckungen, insbesondere im Stromnetz. Mehr zu Fällanden

Villmergen – Gemeindewerke Villmergen: Die GWV erwarten erneut sinkende Strompreise und ändern gleichzeitig ihre Tarifstruktur. Der monatliche Grundpreis der Netznutzung sinkt deutlich, während für Basiskunden neu eine Leistungskomponente eingeführt wird. Mehr zu Villmergen

Arosa – Arosa Energie: Arosa Energie hat bereits die Energiepreisliste 2026/2027 sowie die maschinenlesbaren Stromtarife 2027 veröffentlicht. Eine zusammenfassende Veränderung des Gesamtpreises gegenüber 2026 wird auf der Tarifseite nicht ausgewiesen. Mehr zu Arosa

Schlatt TG – Technische Werke: Die Technischen Werke haben die maschinenlesbaren Stromtarife 2027 bereits als JSON-Datei bereitgestellt. Eine separate Zusammenfassung der Preisentwicklung gegenüber 2026 liegt derzeit nicht vor. Mehr zu Schlatt

Valgrid: Valgrid hat die Netznutzungstarife 2027 und die zugehörigen maschinenlesbaren Tarifdaten veröffentlicht. Die Tarife betreffen höhere Netzebenen und sind deshalb nicht direkt mit den Grundversorgungstarifen für Haushalte und Kleingewerbe vergleichbar. Mehr zu Valgrid

Wohlen – ibw: Die ibw erwartet 2027 stabile bis leicht sinkende Strom- und Gaspreise. Es handelt sich noch nicht um eine definitive Tarifbekanntgabe. Mehr zur ibw

Übersicht der bisher bekannten Stromtarife 2027

BKW | Thal | EWO | Bürglen | Villmergen | Fällanden | Andelfingen | Dintikon | Arosa Energie | Schlatt | Valgrid | ibw Wohlen | VSE-Auswertung

Zwischenbilanz: Sinkende Preise dominieren, Tarifmodelle verändern sich

Mit den inzwischen vorliegenden Tarifentscheiden verdichtet sich das Bild für 2027. Bei der Mehrheit der bisher bekannten Publikationen sinken die Strompreise oder es wird zumindest eine stabile bis leicht sinkende Entwicklung erwartet. Damit bestätigt sich bislang die Richtung der Strompreisumfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen.

Wesentliche Ursache der insgesamt rückläufigen Entwicklung sind günstigere Energiekosten. Besonders ausgeprägt zeigt sich dies bei der BKW. Dort sinkt der Energietarif um rund 29 Prozent. Auch tiefere Kosten für Systemdienstleistungen von Swissgrid, die günstigere Stromreserve und der tiefere regulatorische WACC wirken bei verschiedenen Versorgern entlastend.

Die bisher publizierten Tarife zeigen gleichzeitig, dass sinkende Beschaffungskosten nicht zwingend zu tieferen Endkundentarifen führen. In Fällanden werden die günstigeren Beschaffungskosten durch den notwendigen Abbau früherer Unterdeckungen insbesondere im Netz mehr als kompensiert. In Bürglen führen unter anderem höhere Kosten für Herkunftsnachweise zu einer leichten Erhöhung des Gesamtpreises.

Neben der Preisentwicklung zeichnen sich deutliche Veränderungen bei den Tarifstrukturen ab. Villmergen führt eine Leistungskomponente ein. Thal kombiniert einen Einheitstarif bei der Netznutzung mit saisonalen Energietarifen. Die BKW bietet mit «Sonne scheint» einen dynamischen Netznutzungstarif an. Damit gewinnen Leistungsspitzen, Tageszeit, Saison und die aktuelle Stromproduktion als Preissignale an Bedeutung.

Mit Valgrid liegen zudem bereits Tarifinformationen für höhere Netzebenen vor. Diese sind nicht unmittelbar mit den Grundversorgungstarifen der lokalen Energieversorger vergleichbar. Sie sind für die Einordnung der Entwicklung der vorgelagerten Netzkosten dennoch relevant.

Erste Signale zu den neuen Stromtarifen

  • Villmergen erwartet sinkende Strompreise und führt für die Basiskundengruppe eine Leistungskomponente ein.
  • Fällanden erhöht die Strompreise je nach Kundengruppe um 9,9 bis 13,6 Prozent.
  • Andelfingen kündigt insgesamt sinkende Stromtarife an.
  • Dintikon hat die neuen Tarifblätter bereits online veröffentlicht.
  • Die ibw Wohlen erwartet stabile oder leicht sinkende Strom- und Gaspreise.
  • Der VSE rechnet im Median erneut mit sinkenden Grundversorgungstarifen.
  • BKW senkt den H4-Gesamtpreis um 7,6 Prozent und den Energietarif um rund 29 Prozent.
  • Thal senkt die Netznutzung durchschnittlich um 8,5 Prozent und die Energie um 7,1 Prozent.
  • EWO senkt den Gesamtpreis durchschnittlich um 2,1 Prozent und die Netznutzung um 4,54 Prozent.
  • Bürglen TG erhöht den Strompreis moderat um 0,3 Rp./kWh.
  • Arosa Energie und Schlatt haben bereits maschinenlesbare Stromtarife 2027 bereitgestellt.
  • Valgrid hat Netznutzungstarife 2027 für höhere Netzebenen veröffentlicht.

Villmergen senkt Grundpreis und führt Leistungskomponente ein

Die Gemeindewerke Villmergen erwarten für das kommende Jahr eine weitere Senkung der Strompreise. Per 1. Januar sinkt der monatliche Grundpreis. Gleichzeitig wird die Tarifstruktur für die Basiskundengruppe mit einem Jahresverbrauch bis 50’000 Kilowattstunden angepasst.

Neu führen die Gemeindewerke eine Leistungskomponente ein. Massgebend ist dabei die höchste Leistungsspitze. Auch bei den öffentlichen Abgaben wird eine Senkung erwartet.

Eine weitere Änderung betrifft die Einspeisung von Solarstrom. Die Vergütung soll künftig stärker an den Marktverhältnissen ausgerichtet werden. Da die Gemeindewerke nur geringe eigene Produktionskapazitäten besitzen und den überwiegenden Teil der Energie am Markt beschaffen, bleibt die weitere Preisentwicklung wesentlich von den Beschaffungskosten abhängig.

Neu wird ein Leistungspreis Netz von CHF 1.50 pro Kilowatt eingeführt. Berechnungsgrundlage ist die höchste relevante 15-minütige Leistungsspitze des Monats. Gleichzeitig sinkt der Grundpreis der Netznutzung von CHF 12.40 auf CHF 4.00 pro Monat. Damit wird ein Teil der Netzkosten vom festen Grundpreis auf eine leistungsabhängige Komponente verlagert.

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Fällanden erhöht Tarife trotz tieferer Beschaffungskosten

Das Elektrizitätswerk Fällanden (EWF) hat die Energie- und Netztarife sowie die Dienstleistungspreise für das Jahr 2027 festgelegt. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben muss das EWF eine transparente Preisgestaltung gewährleisten und die ab dem 1. Januar 2027 geltenden Energie- und Netznutzungspreise bis spätestens 31. August 2026 veröffentlichen.

Bei der Tarifkalkulation zeigt sich zunächst eine Entlastung bei der Energiebeschaffung. Aufgrund der aktuellen Situation am Energiemarkt sinken die spezifischen Beschaffungskosten von 10,98 Rp./kWh im Jahr 2026 auf voraussichtlich rund 9,79 Rp./kWh im Jahr 2027.

Trotz der tieferen Beschaffungskosten wird der Tarif in der Grundversorgung erhöht. Mit den zusätzlichen Einnahmen sollen Unterdeckungen aus vergangenen Jahren ausgeglichen werden. Diese bestehen gemäss Gemeinde mehrheitlich im Bereich des Stromnetzes und müssen in den kommenden Tarifen abgebaut werden.

Für die Kundinnen und Kunden führt dies dazu, dass der Strompreis im Jahr 2027 je nach Kundengruppe zwischen 9,9 und 13,6 Prozent höher ausfallen wird. Das Beispiel Fällanden zeigt damit deutlich, dass sinkende Energie-Beschaffungskosten nicht automatisch zu tieferen Endkundentarifen führen. Neben der Energiebeschaffung beeinflussen insbesondere die Netzkosten sowie bestehende Über- und Unterdeckungen die Tarifentwicklung.

Das Tarifblatt 2027 mit den detaillierten Energie- und Netztarifen wird ab dem 31. August 2026 auf der Internetseite der Gemeinde Fällanden sowie in der systematischen Rechtssammlung publiziert.

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Andelfingen beschliesst insgesamt tiefere Stromtarife

Auch das Elektrizitätswerk Andelfingen hat seine neuen Stromtarife bereits beschlossen. Der Gemeinderat setzte die Tarife mit Beschluss Nr. 72 vom 28. Juli fest. Sie gelten ab dem 1. Januar.

Gegenüber dem laufenden Jahr sollen die Stromtarife insgesamt sinken. Konkrete Preise oder Angaben zur Höhe der Reduktion wurden in der veröffentlichten Mitteilung nicht genannt.

Der entsprechende Gemeinderatsbeschluss liegt seit dem 31. Juli bei der Gemeindeverwaltung zur Einsicht auf. Zusätzlich wurde der Entscheid im digitalen Amtsblattportal der Schweiz publiziert.

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Dintikon veröffentlicht neue Stromtarife bereits online

Die Elektrizitätsversorgung Dintikon hat ihre neuen Stromtarife bereits vollständig online bereitgestellt. Seit dem 7. August stehen mehrere Tarifblätter für unterschiedliche Kundengruppen zur Verfügung.

Publiziert wurden Tarife für Hochspannungsbezüger, Haushalte, Niederspannungs-Grossbezüger und temporäre Anschlüsse. Zusätzlich ist die neue Einspeisevergütung abrufbar.

Eine zusammenfassende Angabe zur Preisentwicklung gegenüber dem laufenden Jahr enthält die Veröffentlichung nicht. Damit gehören die neuen Tarifblätter aus Dintikon jedoch zu den ersten bereits öffentlich verfügbaren vollständigen Tarifpublikationen.

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ibw erwartet stabile bis leicht sinkende Energiepreise

Die ibw Wohlen hat noch keine definitiven Tarife veröffentlicht. Im Rahmen der Information zum Geschäftsjahr 2025 gab das Unternehmen jedoch einen ersten Ausblick auf die Entwicklung der Energiepreise.

Nach aktueller Einschätzung dürften sowohl die Strom- als auch die Gaspreise stabil bleiben oder leicht sinken. Als Grundlage nennt die ibw ihre vorausschauende Beschaffungsstrategie, mit der Energie weiterhin zu günstigen Bedingungen eingekauft werden könne.

Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass Mehrkosten in anderen Bereichen die günstigere Energiebeschaffung teilweise oder vollständig kompensieren könnten. Die definitiven Strom- und Gaspreise sollen im Herbst veröffentlicht werden.

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BKW senkt Stromtarife 2027 deutlich

Die BKW senkt die Stromkosten für Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung. Für einen typischen Vierpersonenhaushalt der ElCom-Verbrauchskategorie H4 mit einem Jahresverbrauch von 4’500 kWh und dem Standardprodukt Energy Blue reduziert sich die Stromrechnung um rund 7,90 Franken pro Monat beziehungsweise 95 Franken pro Jahr. Dies entspricht einer Senkung um 7,6 Prozent.

Treiber der Entlastung ist insbesondere der Energietarif. Dieser sinkt um 2,92 Rp./kWh beziehungsweise rund 29 Prozent. Zusätzlich wirken der Abbau von Deckungsdifferenzen zugunsten der Kundschaft, tiefere Ausgleichsenergiekosten und der tiefere WACC für die Grosswasserkraft preissenkend.

Gegenläufig entwickelt sich die Netznutzung. Für das H4-Verbrauchsprofil steigt sie insgesamt um 0,66 Rp./kWh. Die BKW verweist dabei unter anderem auf Investitionen in den Um- und Ausbau des Verteilnetzes sowie die Digitalisierung. Der Messtarif steigt ebenfalls um 0,16 Rp./kWh, insbesondere aufgrund des Smart-Meter-Rollouts.

Unter dem Strich sinkt der H4-Gesamtpreis um 2,1 Rp./kWh. Bei einer Gemeindeabgabe von 1,5 Rp./kWh liegt der Gesamtpreis 2027 bei 25,6 Rp./kWh.

Dynamischer Netznutzungstarif «Sonne scheint»

Parallel zu den neuen Stromtarifen führt die BKW 2027 den freiwilligen dynamischen Netznutzungstarif «Sonne scheint» für Privat- und Gewerbekunden ein. Im Sommerhalbjahr zwischen April und September kann die Netznutzung an ausgewählten sonnigen Nachmittagen zwischen 13 und 17 Uhr günstiger werden.

Damit sollen flexible Verbraucher wie Elektroautos, Wärmepumpen, Boiler oder Energiespeicher gezielt in Zeiten hoher Solarstromproduktion genutzt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Smart Meter.

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Thal senkt Stromtarife und führt saisonale Energietarife ein

Die Technischen Betriebe Thal senken die Stromtarife 2027 über alle Kundengruppen hinweg. Die Netznutzungstarife reduzieren sich durchschnittlich um 0,80 Rp./kWh beziehungsweise 8,5 Prozent. Bei den Energietarifen beträgt die durchschnittliche Senkung 0,83 Rp./kWh beziehungsweise 7,1 Prozent.

Als Gründe nennt die Gemeinde gesunkene Beschaffungskosten für elektrische Energie, tiefere gesetzliche Abgaben sowie den tieferen kalkulatorischen Zinssatz WACC. Gleichzeitig erhöht sich der Messtarif wegen der Kosten für Ausbau und Betrieb der Smart Meter um 91 Rappen pro Monat.

Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4’500 kWh reduzieren sich die Stromkosten insgesamt um rund 96 Franken pro Jahr. Bei einem Einfamilienhaus mit Wärmepumpe und einem Jahresverbrauch von 13’000 kWh beträgt die jährliche Entlastung rund 188 Franken.

Einheitstarif im Netz und saisonale Energietarife

Ab 2027 gilt bei der Netznutzung für sämtliche Kundengruppen ein Einheitstarif. Die bisherige Unterscheidung zwischen Hoch- und Niedertarif entfällt.

Bei der Energie führen die Technischen Betriebe dagegen für Privat- und Kleingewerbekunden saisonale Tarife ein. Im Sommerhalbjahr ist der Strom zwischen 9 und 17 Uhr am günstigsten. Einschliesslich aller Zuschläge beträgt der Strompreis in diesem Zeitfenster 18,95 Rp./kWh.

Damit soll der Verbrauch stärker in Zeiten hoher Solarstromproduktion verschoben werden. Auch die Ansteuerung steuerbarer Geräte wird saisonal angepasst.

Neue Regeln für die PV-Einspeisevergütung

Auch die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen wird angepasst. Für Anlagen mit einer Leistung von weniger als 150 kW gelten die gesetzlichen Mindestvergütungen. Zusätzlich vergüten die Technischen Betriebe Thal Herkunftsnachweise von Photovoltaikanlagen weiterhin mit 1 Rp./kWh, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

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EWO senkt Strompreise 2027 durchschnittlich um 2,1 Prozent

Das Elektrizitätswerk Obwalden senkt seine Strompreise zum dritten Mal in Folge. Haushalts- und Kleingewerbekunden in der Grundversorgung bezahlen 2027 durchschnittlich 2,1 Prozent weniger als 2026.

Für eine 5-Zimmer-Wohnung mit einem Jahresverbrauch von 4’500 kWh entspricht dies einer Einsparung von rund 25 Franken pro Jahr. Die Berechnung basiert auf der Verbrauchskategorie H4 und versteht sich exklusive Mehrwertsteuer.

Die Entlastung resultiert insbesondere aus den Netznutzungskosten. Diese sinken durchschnittlich um 4,54 Prozent. Dazu tragen verschiedene Kostenkomponenten entlang der nationalen Stromversorgung bei.

Die Energiepreise bleiben gegenüber 2026 weitgehend stabil. Nach Angaben des EWO führen die Preisniveaus an Termin- und Spotmarkt zu beinahe unveränderten Beschaffungskosten.

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Bürglen: Strompreis steigt leicht

Beim Elektrizitätswerk EW Ost der Gemeinde Bürglen TG erhöht sich der Strompreis 2027 moderat um 0,3 Rp./kWh. Für einen Haushalt liegt er neu bei 30,86 Rp./kWh inklusive Mehrwertsteuer und exklusive Grundgebühren.

Mehrere externe Kostenbestandteile entwickeln sich tarifsenkend. Der Tarif für allgemeine Systemdienstleistungen von Swissgrid sinkt von 0,27 auf 0,19 Rp./kWh. Die Stromreserve reduziert sich von 0,41 auf 0,17 Rp./kWh. Gleichzeitig steigt die Komponente für solidarisierte Kosten von 0,05 auf 0,19 Rp./kWh. Der Netzzuschlag bleibt bei 2,30 Rp./kWh.

Auch der regulatorische WACC sinkt. Preiserhöhend wirken dagegen unter anderem die Herkunftsnachweise. Aufgrund der neuen gesetzlichen Vorgaben müssen diese stärker quartalsabhängig beschafft werden. Insbesondere Schweizer Wasserkraft ist im Winterhalbjahr teurer.

Bürglen zeigt damit neben Fällanden einen weiteren Fall, bei dem sinkende nationale Kostenkomponenten nicht automatisch zu einem tieferen Gesamtpreis führen.

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Arosa Energie veröffentlicht Tarifdaten 2027

Arosa Energie stellt bereits Informationen für das kommende Tarifjahr zur Verfügung. Veröffentlicht sind eine Energiepreisliste 2026/2027 sowie die maschinenlesbaren Stromtarife 2027.

Damit stehen die Tarifinformationen auch in strukturierter maschinenlesbarer Form zur Verfügung. Eine zusammenfassende prozentuale Veränderung des Gesamtpreises gegenüber 2026 ist auf der öffentlich zugänglichen Tarifübersicht nicht ausgewiesen.

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Schlatt stellt maschinenlesbare Stromtarife 2027 bereit

Auch die Technischen Werke der Gemeinde Schlatt TG stellen bereits maschinenlesbare Stromtarife 2027 als JSON-Datei zur Verfügung.

Eine separate Medienmitteilung oder zusammenfassende Angabe zur Preisentwicklung gegenüber 2026 liegt derzeit nicht vor. Die Publikation zeigt jedoch, dass weitere kleinere Verteilnetzbetreiber bereits mit der Bereitstellung der vorgeschriebenen maschinenlesbaren Tarifdaten für 2027 begonnen haben.

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Valgrid veröffentlicht Netznutzungstarife 2027

Valgrid hat ebenfalls Tarife für das Jahr 2027 veröffentlicht. Neben den Tarifinformationen stehen maschinenlesbare Tarifdaten zur Verfügung.

Bei der Einordnung ist zu beachten, dass Valgrid keine mit den klassischen Grundversorgungstarifen für Haushalte und Kleingewerbe direkt vergleichbaren Endkundentarife publiziert. Die Tarife betreffen höhere Netzebenen und damit insbesondere die Netznutzung und vorgelagerte Netzinfrastruktur.

Die Valgrid-Tarife werden in dieser Übersicht dennoch berücksichtigt, da sie einen weiteren Baustein der Tarifentwicklung 2027 darstellen. Veränderungen auf höheren Netzebenen können sich mittelbar auf die Kosten der nachgelagerten Verteilnetzbetreiber und damit auf deren Netztarife auswirken.

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VSE sieht sinkende Strompreise in der Grundversorgung

Die bisher veröffentlichten Entwicklungen passen insgesamt zur Strompreisumfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen. Von 323 angeschriebenen Energieversorgungsunternehmen beteiligten sich 75 an der Erhebung. Davon konnten 35 bereits konkrete Tarife nennen, weitere 40 schätzten die erwartete Entwicklung qualitativ ein.

Bei den Unternehmen mit konkreten Angaben sinkt der Median für einen H4-Haushalt um rund sechs Prozent und für einen H2-Haushalt um rund drei Prozent. Bei den Gewerbekategorien C3 und C4 liegen die Rückgänge im Median bei sieben beziehungsweise vier Prozent.

Für einen H4-Haushalt beträgt der Median 26,6 Rp./kWh gegenüber 28,6 Rp./kWh im laufenden Jahr. Als Hauptgrund für die Entwicklung nennt der VSE die rückläufigen Preise auf den Stromgrosshandelsmärkten. Die Netztarife bleiben im Durchschnitt stabil. Die definitiven Tarife der Grundversorger müssen bis Ende August veröffentlicht und der ElCom gemeldet werden.

Die inzwischen veröffentlichten Einzelbeispiele bestätigen gleichzeitig, dass die Entwicklung lokal erheblich vom schweizweiten Median abweichen kann. Beschaffungsstrategie, Deckungsdifferenzen, Netzaufwand, Messkosten, Herkunftsnachweise und neue Tarifmodelle führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

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